Review: Heroes & Generals

Aufgepasst: der Review ist zu der Early-Access-Version. Was noch kommt, weiß keiner.
Dieser Beitrag wurde zuerst im Dezember 2015 veröffentlich und dann aktualisiert.

Gameplay

Bevor es losgeht erstmal einen Account bei dem dänischen Entwickler und Herausgeber Reto-Moto machen.
Nachdem man ein optionales Tutorial absolviert hat, stürzt man sich mit einem seiner drei Soldaten (Sowjet, USA oder Deutschland) in die Schlacht. Die ersten Gefechte finden immer auf der gleichen Karte statt. Panzer und Flugzeuge gibt es noch nicht und im Grunde spielt hier jeder mit seiner Anfänger-Waffe. Durch das Spielen sammelt man Erfahrung und schaltet neue Waffen sowie Modifikationen frei. Das ist der Heroes-Teil.

Nachdem man genug Erfahrung gesammelt hat und man Level aufgestiegen ist, kann man auch auf anderen Karten sowie in anderen Modi spielen.Heroes and Generals Krieg
Ab Rang 5 – hier verlässt man sozusagen das Trainingslager – geht es dann sogar damit los, dass man neben den Anfängergefechten auch am echten Krieg teilnehmen kann. Man wählt eine Seite – wenn ein Krieg einmal gewonnen oder verloren ist, kann man auch die Fraktion wechseln – und kann den Krieg durch die Gefechte direkt beeinflussen. Wie der Krieg der drei Fraktionen aktuell aussieht kann man in der Generalansicht, auf die wir später noch eingehen.

In späteren Rängen ist noch das Spielen von speziellen Rollen, wie Pilot, Panzerfahrer, Aufklärer oder Fallschirmjäger, möglich. Tut man dies, muss man aber mit längeren Wartezeiten zwischen den Spielen rechnen, da vornehmlich mit Fußsoldaten gespielt wird und nicht in einem jeden Gefecht auch die anderen Militärs vorhanden sind.

In noch viel späteren Rängen – bei uns hat es nun über vier Monate gedauert, dies zu erreichen. Eine durchaus realistische Zeit, wenn man neben dem Spielen am Computer auch noch andere Dinge tut – kann man sogar eigene Truppen befehligen. Das wäre dann nicht Generals-Teil. Man befehligt jeweils die Truppen der Art, die der Soldat auch angehört, ist der Soldat also ein Infanterist, befehligt er Infanterie. Ist er ein Panzerfahrer, befehligt er entsprechend eine  kleine Panzerkompanie.
Die Generalsansicht ist dabei ein echtes RTS – also Real Time Strategy Game –  und wird live gespielt. Man bewegt die Truppen von Stadt zu Stadt auf der Europakarte und versucht entsprechend das Ziel des Krieges zu erreichen, dass ein jedes Mal ein anderes sein kann.

Das Gameplay an sich ist flüssig und fühlt sich natürlich an. Von Reto wird es auch noch stetig verbessert. Man braucht aber eine Weile, bis man alle Tasten kennt. Am besten stellt man sich die Tasten, wenn man denn das Menü dafür gefunden hat, individuell ein.

Grafik & Sound

Die Grafik… tja die Grafik sieht gut aus. Es ist zwar keine tolle Grafik wie beispielsweise in Fallout 4 aber für einen Free-to-Play-Titel durchaus in Ordnung.
Einstellen kann man die Grafik jedoch nicht. Nichtmal eine Auswahl für die Auflösung ist vorhanden. …dachten wir jedenfalls. Nachdem schon 1-2 Stunden gespielt wurden, konnten wir ein Menü für die Einstellungen finden. Es ist nur ingame, nicht aber im Hauptmenü.

Auch zum Sound lässt sich nicht viel sagen. Der Sound ist okay, klingt aber als wäre das Spiel schon vor 5 Jahren veröffentlich worden. Heutzutage kennt man da schon realistischere Geräusche.

Free to Play?

Eigentlich ist das Spiel tatsächlich Free to Play, es ist gratis über Steam erhältlicht. Nachdem man sich einen separaten Account über die Webpage von Heroes and Generals gemacht hat, kann man loslegen.
Allerdings würden wir das Spiel in die Kategorie Free to Progress einordnen. Alle Inhalte sind (bisher) dadurch erreichbar, dass man sie frei spielt. Das Freispielen kann unter Umständen – vor allem, wenn man nicht grinded sondern einfach nur casual spielen möchte – unangenehm lange dauert. Wem es dann wirklich zu lange dauert, der kann sich die Inhalte eben frei kaufen. Alles ist nämlich auch mit echtem Geld zu kaufen. Wer dann mit niederem ingame-Rang eine übertriebene Waffe hat, hat dann eben einen Vorteil.

So ein Free to Play Modell kann man zwar besser aufbauen, aber es ist noch fair… zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick fällt aber etwas auf: Alles (also auch Gewehre, Granaten, Munition) hat eine Haltbarkeit, welche sich durch das aktive Benutzen im Kampf abnutzt. Bei dem Gewehr geht es eigentlich aber bei Granaten ist das schon schlimm. Ein Beispiel: Nach zwei gespielten Runden sind die Granaten schon sehr abgenutzt, es würde nun 5000 Credits kosten sie zu reparieren. Pro Runde macht man aber nur einen Gewinn von bis zu 2000 Credits. Das wird auf Dauer schwierig. Man kann die Granate aber auch für 30 Cent reparieren. Das klingt zwar nach wenig, aber da kommt schon was zusammen.

Fazit

Das Spiel kann frustrierend sein, vor allem weil mal lange spielen muss um besseres Equipment zu bekommen. Aber es macht dennoch Spaß, weil es sehr variabel ist. In welchem Spiel kann man schon sowohl als Soldat, im Panter um Flugzeug und sogar auf dem Fahrrad sitzen?

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Ein Kommentar

  1. Finde das Spiel klasse! Aber es dauert leider sehr lange, bis man da voran kommt. Da will man schnell mal Geld ausgeben :/

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